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50 Jahre Spezialzuchtgemeinschaft / Club der Sachsengoldzüchter in Sachsen 

Wenn die Mitglieder des Sächsischen Sachsengoldclubs am 13. März 2011 in Friedrichsgrün zu ihrer Frühjahrstagung zusammenkommen, dann ist dieser Termin ein Grund zum Feiern und sich zu erinnern.Der Züchter Richard Bennack aus Röhrsdorf bei Meißen verfolgte seit 1925 das Ziel, eine neue, kleine Kaninchenrasse heraus zu züchten.Seine Rasse sollte den Namen „Goldasen“ erhalten.Er verpaarte seinen strohgelben Rammler mit einer Häsin der Rasse Japanerkaninchen, welche aber nur in geringem Maße die dunkle Japanerzeichnung aufwies. Später wurden Gelbsilber eingekreuzt, was aber zum Ergebnis hatte, dass noch Jahre danach gesilberte Tiere auftraten.Jedoch waren es auch die Gelbsilber, welche den erblichen Weißfaktor in die Rasse hineinbrachten.Durch die Einkreuzung von Havannakaninchen bekam die Nachzucht ihre intensive braune Augenfarbe und auch die Farbe der Krallen wurde dadurch intensiver.Mit der Einkreuzung von Kleinchinchillakaninchen erreichte er die gewünschte Größe, Form und eine dichte Unterwolle. Bei den Nachzuchttieren trat dann aber auch eine weiße Bauchfarbe auf.Erst die Einpaarung von Schwarzlohkaninchen führte zum züchterischen Erfolg, da die neue Rasse von ihnen den dunkelgelben Bauch und eine satte rotgelbe Deckfarbe erbten. Rote Neuseeländerkaninchen spielten dagegen bei der Herauszüchtung keine Rolle.Das Rofgelb der Deckfarbe war dann auch der Anlaß für den recht klangvollen Namen „Sachsengold“.Bis zum Jahr 1953 verfolgte er sein Ziel mit Geduld und Ausdauer, mit Erfolgen, aber auch Rückschlägen.Seine Neuzüchtung stellte er dann in jenem Jahr erstmals der Züchterschaft in Dresden vor.Die Gemeinschaft der Sachsengold- Züchter wuchs daraufhin schnell. Bis zur Anerkennung der Rasse Sachsengold im Jahr 1961 war es nun nicht mehr weit. Leider erlebte Richard Bennack die Krönung seiner züchterischen Tätigkeit, die Anerkennung und Aufnahme in den Standard nicht mehr. Am 12. März 1961 wurde nach der Anerkennung die Spezialzuchtgemeinschaft Sachsengold- Kaninchen gegründet. Erster Obmann wurde Günter Bennack, der Sohn des Herauszüchters. Es war eine kleine Züchterschar, welche sich vor allem aus dem Raum Dresden zusammengefunden hatte. Erich Lucius war danach als Obmann der SZG bis 1979 tätig, bis er diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. Ab 1980 führte Volkmar Schellhardt als Obmann die Spezialzuchtgemeinschaft.Er stellte im Lehrheft Nr. 7 des VKSK für Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter, Fachrichtung Kaninchen das Sachsengoldkaninchen allen interessierten Züchtern mit einem Ratgeber für die erfolgreiche Zucht vor.Der nächste Obmann war von 1989 bis 1997 Harry Mühlmann.Unter seiner Führung und seinen Kenntnissen als Preisrichter wurden vor allem große Fortschritte bei der Verbesserung der Deckfarbe, der Bekämpfung der hellen Halskrause, sowie das Zurückdrängen von schwarzem Anflug auf der Deckfarbe, sowie schwarzer Ohrensäumung erreicht.Seit 27. April 1997 ist Uwe Sommer Obmann des Sachsengoldclub Sachsen. Er bemühte sich vor allem, dass die erfolgreichsten Züchter des Freistaates Sachsen und Thüringens ihr Wissen und ihre Erfahrung bei der Zucht des Sachsengoldkaninchens zusammenfassen, gemeinsam die auftretenden Schwierigkeiten in den einzelnen Positionen lösen, die Qualität der Zuchten zu stabilisieren und weiter nach vorne zu bringen.Die Zahl der Mitglieder schwankt zwischen 19 und 23 aktiven Züchtern. Auf jeweils einer Frühjahrs- und einer Herbsttagung werden die Zuchtziele konkretisiert und aufgetretene Erscheinungen in den einzelnen Zuchten besprochen. Bis 1989 waren es die DDR- Siegerschauen in Leipzig- Markleeberg, auf denen die Mitglieder der SZG ihre besten Tiere und Zuchtgruppen zeigten und zur Bewertung stellten. Mit der Auflösung des VKSK der DDR und der Aufnahme der Rassekaninchenzüchter in den ZDK, später ZDRK, mussten wir uns neu orientieren. Als Sachsengoldclub Sachsen erfüllten wir unser Hobby weiter mit Leben. Unsere Kaninchen waren ja über Nacht nicht schlechter geworden, aber auf Vergleichsschauen im Bundesgebiet und gar bei Bundesschauen wurde der Unterschied im Erscheinungsbild der West- und Ostzuchten schon deutlich.Aber Rassekaninchenzucht verbindet. Es wurden immer mehr Züchterfreundschaften geschlossen. Gemeinsam hatten wir das Ziel, die ständig weitere Verbesserung unseres Sachsengold- Kaninchens voranzutreiben.Im Oktober 2003 wurde durch den Sachsengoldclub Hessen- Nassau die 1. überregionale Vergleichsschau der Sachsengoldzüchter im ZDK in Großostheim organisiert.Die 2. Schau dieser Art richtete der Club Berlin- Mark Brandenburg im Oktober 2006 in Ludwigsfelde aus.In Frechen wurde 2008 die 3. Vergleichsschau vom Club Rheinland durchgeführt. Ein Jahr vor seinem 50- jährigen Gründungsjubiläum war dann in Aue der Club Sachsen Ausrichter der 4. Ausstellung.

Den hohen Leistungsstand der Rasse zeigten die vorzüglichen Ergebnisse der Schau. 

Hier noch einmal die Ergebnisse: 

Beste ZG der Schau

Stefan Mayburg- Club Weser- Ems

387,5 Pkt. 

Bester Rammler der Schau

Jörg Teumer- Club Sachsen

98,0 Pkt. 

Beste Häsin der Schau

Stefan Mayburg- Club Weser- Ems

98,0 Pkt. 

Club- Champion 2010

1.     Platz Club Weser- Ems                            1542,0 Pkt.

2.     Platz Club Sachsen                                  1541,5 Pkt.

3.     Platz Club Hessen- Nassau                     1533,5 Pkt.

4.     Platz Club Bayern                                   1531,5 Pkt.

5.     Platz Club Württemberg- Hohenzollern 1528,0 Pkt. 

Sachsengold- Clubmeister 2010

1.     Platz Gerrit Steenhoff Club Weser- Ems          387,5 Pkt.

2.     Platz Kay und Sven Neubert Club Sachsen      387,0 Pkt.

3.     Platz Jörg Teumer Club Sachsen                       386,5 Pkt. 

Bester Rammler Club

Gerrit Steenhoff Club Weser- Ems

98 Pkt.

 Beste Häsin Club

Manfred Polster Club Hessen- Nassau

97 Pkt. 

Klassensieger Club

Jörg Teumer 1.0 98,0 Pkt.

Gerrit Steenhoff 1.0 97,5 Pkt.

Kay und Sven Neubert 1.0 97,5 Pkt.

Gerhard Bösch 1.0 97,0 Pkt.

Stefan Mayburg 1.0 97,0 Pkt.

Jörg Teumer 0.1 97,0 Pkt. 

Beste Zuchtgruppen Allgemeine Sachsengold- VS 

1. Platz Heinz Gerber    383,0 Pkt.

2. Platz Tony Friedel     382,0 Pkt.

3. Platz Manfred Greichgauer 381,5 Pkt. 

Bester Rammler

Heinz Gerber 96,0 Pkt. 

Beste Häsin

Tony Friedel 96,0 Pkt. 

Für die Zukunft wünsche ich allen Zuchtfreunden, Clubzüchtern und Liebhabern unserer Sachsengold gesunde Tierbestände, Freude am Hobby und natürlich

 „Gut Zucht“ 

Uwe Sommer

Clubobmann

Sachsengoldclub Sachsen

 

 

 

 

 

 

 

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