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4. überregionale Sachsengold - Vergleichsschau in Aue  

Sachsengoldzüchter aus elf Landesverbänden treffen sich im  

Erzgebirge 

Der 23. und 24. 10. 2010 wird den deutschen Sachsengoldzüchtern wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. An diesem Wochenende fand im sächsischen Aue die 4. überregionale Sachsengoldvergleichsschau statt. Eine fast zweijährige Vorbereitungszeit fand damit ihren Abschluss und zugleich ihren Höhepunkt. 61 Züchter aus elf Landesverbänden hatten ihre Teilnahme zugesichert und brachten 392 Sachsengoldkaninchen in die Erzgebirgsstadt um ihre Besten zu ermitteln, darunter so namhafte Züchter wie Gerrit Steenhoff LV Weser Ems, Gerhard Bösch vom Club Hannover, Volker Fischer Club Hessen Nassau, Jürgen Ristau Club Berlin-Mark Brandenburg und natürlich die Spitze des sächsischen Clubs mit Kai und Sven Neubert, Jörg Teumer, Nadja Scheibner sowie der Bundessieger von 2009 Rainer Schmidt. Die Mitglieder des Kleingarten- und Rassekaninchenzuchtverein S9 Auer Tal und allen voran AL Jörg Teumer hatten sich die anfallende Arbeit nicht leicht gemacht. An die direkte Clubvergleichsschau wurde noch eine Abteilung angehängt, bei der auch Sachsengoldzüchter, die keinem Club angehören, mit teilnehmen konnten. Diesen Zuchtfreunden wurde damit die Möglichkeit zum Vergleich ihrer Zucht mit den besten der Zunft gegeben. Eine Jungtierabteilung für die Clubzüchter sowie die Lokalschau des Vereins S9 Auer Tal rundeten die Ausstellung ab. Bereits die Anreise zur Ausstellung ließ keinen Zweifel an der optimalen Vorbereitung dieser Schau offen. Eine prima Ausschilderung ließ selbst die weit angereisten Züchter den Weg durch die Stadt stressfrei finden. Das Ausstellungsgebäude, idyllisch auf dem Heidelsberg gelegen mit einem wunderbaren Blick über die Erzgebirgsstadt Aue, bot beste Voraussetzungen für diesen Leistungsvergleich.  Den eingeladenen Preisrichtern fiel eine nicht ganz einfache Aufgabe zu. Die Ermittlung der besten Tiere und Zuchtgruppen fiel, wie erwartet, auch denkbar knapp aus. Am Ende stand eine ZG aus dem Stall von Steffan Mayburg, Club Weser - Ems als beste ZG der Schau mit 387,5Pkt. fest. Bei allen Tieren dieser ZG gab es kaum etwas zu bemängeln. Den besten Rammler der Schau stellte Jörg Teumer, Club Sachsen, mit 98 Punkten. Die beste Häsin, wiederum von Stefan Mayburg, wurde ebenfalls mit 98 Punkten bewertet. Im Kampf um den Sachsengold- Clubmeister ging in diesem Jahr der Titel ein weiteres mal mit 387,5 Pkt. an Gerrit Steenhoff vom Club Weser – Ems. Lediglich um einen halben Punkt verfehlten Kai und Sven Neubert vom Club Sachsen den Titel und belegten damit Platz zwei, gefolgt von Jörg Teumer, der mit 386,5 Pkt. den dritten Platz in der Clubmeisterschaft belegen konnte.  Ähnlich knapp fiel die Wertung der besten Clubs aus. Mit 1542,0 Pkt. konnte der Club Weser – Ems den Siegerpokal mit nach Hause nehmen. Auch hier trennte den Club Sachsen lediglich ein halber Punkt von der Spitze. Mit 1541,5 Pkt belegten die Clubfreunde aus Sachsen somit Platz zwei. In etwas größerem Abstand folgte der Club Hessen – Nassau auf  Platz drei. Platz vier ging an den Club Bayern Sekt. Unter- Oberfranken. Der Club Württemberg - Hohenzollern belegte Platz fünf. Bei der Ermittlung des besten Rammlers der Clubs erreichte erneut Gerrit Steenhoff  mit einem 98er 1.0 diesen Titel. Eine exzellente Körperform mit einem vorzüglichen Kopf, schönen fleischigen Ohren, einem klasse Fell mit einer feinen Farbe und darüber hinaus ein prima Stand zeichneten dieses Tier aus. Die beste Häsin in dieser Wertung kam mit 97 Pkt. aus dem Stall von Manfred Polster, Club Hessen – Nassau. Bei der Vergabe der Klassensieger waren wiederum bereits genannte Zuchtfreunde erfolgreich. Mit 98 Pkt stellte Jörg Teumer einen Klassensieger und einen weiteren mit 97 Pkt. Gerrit Steenhoff sowie Kai u. Sven Neubert mit je 97,5 Pkt. Weitere Klassensieger erreichten Gerhard Bösch, Club Hannover mit 97 Pkt. sowie Stefan Mayburg , Club Weser – Ems, ebenfalls 97 Pkt. All diese ausgezeichneten Tiere und ZG spiegeln den hohen derzeitigen Leistungsstand wieder. Ohne zu übertreiben kann man sicher hier von Sachsengoldzucht in Perfektion sprechen. Aber auch im breiten Mittelfeld der Clubzüchter waren einige feine Tiere zu sehen. Ansprechende Zuchtgruppen mit lediglich kleinen Fehlern behaftet, die aber dennoch zu Punktverlust führten, zeigten z. B. Manfred Polster, Club Hessen – Nassau mit 385 Pkt., Gerhard Bösch, Club Hannover mit 385 Pkt. Martin Albers, Club Weser – Ems mit 384,5 Pkt. sowieKarl Heinz Keller, Club Bayern und Helmut Rode, Club Hannover mit jeweils 384 Pkt. Mit ebenfalls 384 Pkt. stellten Heinz Kappelsberger, Club Bayern, Nadja Scheibner und Reiner Schmidt, Club Sachsen, weitere sehenswerte Zuchtgruppen. Wie eingangs bereits erwähnt, stellten sich auch Züchter, die keinem Club angehören, diesem Leistungsvergleich. Als Sieger dieser Abteilung konnte sich Zfr. Heinz Gerber vom Verein S 603 Rebesgrün / Vogtland mit 383 Pkt. als Sieger durchsetzen. Gleichzeitig stellte er auch den besten Rammler mit 96 Pkt. Zfr. Toni Friedel vom Verein S 662 Grünhain / Beierfeld belegte Platz zwei und stellte die beste Häsin ebenfalls mit 96 Pkt. Den dritten Platz belegte Manfred Greichgauer vom Verein P 16 Bellheim. Bei der Analyse der vorgestellten Tiere fällt dem aufmerksamen Betrachter dennoch auf, dass es bundesweit immer noch wesentliche Unterschiede in den Zuchten unserer Sag-kaninchen gibt. Während die Tiere aus den alten Ländern mit vollen Punktzahlen in den Positionen Körperform und Bau sowie mit prima Köpfen überzeugen konnten, so fehlten letztlich bei vielen Tieren die Punkte in Position Fellhaardichte und Farbe. Im Gegensatz dazu ist das Bild in den östlichen Ländern genau umgekehrt. Leider mussten die PR auch 15mal die Note n. B. vergeben. Wammenansätze und Aufbeißer, Geschlechtsmissbildungen und mit weißen Haaren durchsetzte Ohrenränder und Decken waren hierbei die häufigsten Ausschlussfehler. Bei etwas besserer Vorbereitung der Tiere auf diese Schau hätten sich sicherlich viele dieser groben Mängel vermeiden lassen. Diese Vergleichsschau in Aue sollte aber nicht nur der Ermittlung der besten Sachsengoldkaninchen vorbehalten bleiben. Während einer Erzgebirgsrundfahrt für alle, die nicht in irgendeiner Form in die Durchführung und die Bewertung eingebunden waren, sollte natürlich auch ein Stück Heimatentwicklung und Geschichte des Erzgebirges an die Gäste vermittelt werden. Es gibt kaum einen Landstrich in Deutschland, in dem so traditionsbewusst das Fest der Liebe und des Lichts begangen wird, wie im Weihnachtsland Erzgebirge. So ging die Fahrt zunächst durch Aue, eine Stadt, die 1173 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Vorbei an wunderschönen Fassaden alter Bürgerhäuser der Gründerjahre weiter in das Schaubergwerk „Frisch-Glück“ in Waschleite. Weiter ging es danach in das „Kleinerzgebirge“ mit vielen bekannten Bauwerken des Erzgebirges in Miniaturformat. Nach einem typisch erzgebirgischen Mittagessen ging es weiter in die Schnitzerwerkstatt von Harry Schmidt in Bermsgrün. Eine zünftige Schnapsverkostung bei der Firma Lautergold in Lauter beendeten diese schöne Rundfahrt und ließen den Tag wie im Flug vergehen. Eine großartig organisierte Schau fand ihren Abschluss mit einer kurzen Versammlung der beteiligten Clubs und anschließender Pokalübergabe, ehe sich alle wieder auf den Heimweg machten. Dank und Anerkennung für die tolle Organisation dieser Schau an Jörg Teumer, Thomas Süß und allen ungenannten fleißigen Helfern vom Verein S9 Auer Tal. Diese Schau in Aue war ein voller Erfolg. Es war die erste, es sollte aber nicht die letzte Sag-Vergleichsschau in Aue gewesen sein. 

Freuen wir uns auf ein Wiedersehen zur 5.Sachsengoldclubvergleichsschau 2012 im Unterfränkischen Hofheim.     

          Frank Dillner

Verantw. für Öffentlichkeitsarbeit

           Sächs. Sag-Club

Sachsengold-Club Sachsen  | webmaster1@sachsengoldclub-sachsen.de
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